Bereich Prüftätigkeiten




Regalprüfer nach DIN EN 15635 + BetrSichV

Befähigte Person zum Prüfen von Regalanlagen nach DIN EN 15635 & Betriebssicherheitsverordnung


Regalanlagen sind Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Gemäß § 14 BetrSichV, DIN EN 15635 und DGUV Regel 108-007 ist der Arbeitgeber verpflichtet, diese in angemessenen Abständen (mindestens jährlich) durch eine befähigte Person nach TRBS 1203 prüfen zu lassen. Diese befähigte Person ermittelt zum Beispiel, ob es Schäden durch Stoßwirkung oder Risse in den Schweißnähten gibt. So können Risiken rechtzeitig erkannt und Unfälle verhindert werden.


Vernachlässigt der Arbeitgeber seine Pflicht zur Durchführung von Regalprüfungen, gefährdet er die Sicherheit und das Leben seiner Mitarbeiter. Außerdem riskiert er den Versicherungsschutz.


Die europäische Norm in Bezug auf den Betrieb und die Prüfung von Regalen ist die DIN EN 15 635 "Ortsfeste Regalsysteme aus Stahl – Anwendung und Wartung von Lagereinrichtungen".


Da sich die Technik der Regalanlagen kontinuierlich weiterentwickelt und die gesetzlichen Bestimmungen entsprechend angepasst werden, müssen auch die Prüfer immer auf dem neusten Stand sein, sowohl in technischen als auch in rechtlichen Fragen.



Akkreditierter Probenehmer Trinkwasser

Für die Probenahme von Trinkwasser – u.a. auch Legionellen, Blei - nach der Trinkwasserverordnung bietet die Schulung der Deutschen Wasserakademie die Grundlage als qualifizierter Probenehmer für zugelassene Untersuchungsstellen arbeiten zu können. Hier braucht man kein vollständiger akkreditierter Probenehmer zu sein.


Dies wird so auch nicht von der Trinkwasserverordnung gefordert und wäre für viele Personen und Unternehmen nahezu eine Unmöglichkeit, da der akkreditierte Probenehmer (oder eine Akkreditierung) mit reichlichen und kostenintensiven Aufwand verbunden ist (u.a. ein eigenes Qualitätsmanagementsystem, Standart-Arbeitsanweisungen, Kontrollen durch externe Prüfer, etc.).


Im Sprachgebrauch trifft man häufig im Zusammenhang mit der Probenahme von Legionellen auf den Begriff "akkreditierter Probenehmer". Die Möglichkeit über die Deutsche Wasserakademie ein Zertifikat zu erhalten und durch dieses als qualifizierter Probenehmer die Durchführung der Probenahme auf Legionellen oder andere Trinkwasserparameter anzubieten, ist nach den Vorschriften und Normen konform. Die Schulung vermittelt die geforderten Inhalte und ermöglicht den Teilnehmern als geschulter Probenehmer für zugelassene Untersuchungsstellen tätig werden zu können. Neben den theoretischen Grundlagen zu den chemischen und mikrobiologischen Aspekten zur Trinkwasserprobenahme werden auch gesondert die Probenahme auf Legionellen und andere Beprobungsarten in der Praxis behandelt.



Prüfer für Brand- & Rauchschutztoren & -türen sowie Feststellanlagen

Der Betreiber ist verpflichtet, mindestens einmal jährlich eine Prüfung auf ordnungsgemäßes und störungsfreies Zusammenwirken aller Geräte sowie eine Wartung vorzunehmen oder vornehmen zu lassen, sofern nicht im Zulassungsbescheid eine kürzere Frist angegeben ist. Diese Prüfungen und Wartungen dürfen nur von einem Fachmann oder einer dafür  ausgebildeten Person ausgeführt werden. Bei der jährlichen Prüfung und Wartung ist neben der Überprüfung der Melder auch eine Wartung aller Geräte, d.h. auch der Feststellvorrichtung vorzunehmen. Der Prüfer muss eventuelle Mängel erkennen, Melder auf Schäden und Funktionssicherheitsuntersuchungen, Kontakte reinigen, Verbindungen auf festen Sitz überprüfen, Schließer u.U. nachstellen, Türbänder und Schlösser fetten, Laufschienen reinigen und anderes mehr. Umfang, Ergebnis und Zeitpunkt der Prüfung ist aufzuzeichnen und beim Betreiber aufzubewahren. Sie sind erforderlich als Nachweis gegenüber Behörden und möglicherweise bei der Beurteilung von Schäden durch Feuereinwirkung

Brand- und Rauchschutztüren sowie Feststellanlagen müssen nach Einbau, nach Veränderung und regelmäßig wiederkehrend durch befähigte Personen geprüft werden.



Prüfer von Feststellanlagen nach DIN 14677

Bei Feststellanlagen dürfen dies nur noch ausgebildete Fachkräfte mit Kompetenznachweis durchführen, welcher alle fünf Jahre aktualisiert werden muss. Um im Schadensfall nicht die Ansprüche gegenüber dem Feuer- und Sachversicherer zu verlieren, sind entsprechende Prüfungen äußerst wichtig. Verantwortlich für die Funktionsfähigkeit und den betriebssicheren Zustand von Brandschutztüren und -toren sowie Feststellanlagen sind Bauherr, Betreiber und Arbeitgeber.



Befähigte Person zum Prüfen von Hebebühnen & Überladebrücken

Hubarbeitsbühnen und Kfz-Hebebühnen sowie Kfz-Verladebühnen werden in Deutschland immer häufiger eingesetzt. Leider kommt es dabei auch immer wieder zu Unfällen, die mit hinreichender Sachkundeprüfung hätten vermieden werden können. Die meisten Zwischenfälle werden durch falsch aufgestellte Hebebühnen oder defekte Bühnen verursacht. Mit einem sehr weiten Einsatzgebiet in teilweise gefährlichen Umgebungen und extrem auskragenden Bühnen, die bis zu 100 m hoch und 40 m weit ausgefahren werden können, gehören Hebebühnen zu den sicherheitssensiblen Arbeitsplätzen.



Befähigte Person zum Prüfen von Türen, Tore & Fenster

Der aktuelle Stand von Betreiberpflichten, Sicherheitsanforderungen und Prüfanforderungen richten sich unter anderem nach der Arbeitsstättenverordnung i.V.m. ASR A1.7 und nach der DIN -Norm 18650. Die Technische Regel ASR A1.7. besagt unter anderem, dass kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore in Betrieben regelmäßig und sachkundig geprüft werden müssen.



Befähigte Person zum Prüfen von Sportgeräten


Zur Prüfung befähigte Personen nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV §2) und dem Arbeitsschutzgesetz (ArbschG §7) müssen Sportgeräte und Sportstätten regelmäßig und wiederkehrend prüfen und dokumentierten.
 
Eine Prüfung auf äußerlich erkennbare Schäden und Mängel ist vor der ersten Inbetriebnahme, in regelmäßigen Abständen und nach Änderungen an den Geräten vorzunehmen. Der Arbeitgeber hat eine Prüfpflicht nach der DGUV Information 202-044 und muss die Sicherheit im Schulsport gewährleisten. Er kann diese Aufgabe auf eine Befähigte Person nach § 7 ArbSchG (Übertragung von Aufgaben auf Befähigte Personen) übertragen.



Befähigte Person zum Prüfen von PSA gegen Absturz

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz müssen hohen Anforderungen genügen. Neben der sachgerechten Benutzung dieser lebensrettenden Systeme ist jeder Unternehmer nach gesetzlichen Bestimmungen und berufsgenossenschaftlichen Regeln dazu verpflichtet, persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz und PSA zum Retten aus Höhen und Tiefen mindestens einmal jährlich durch eine dazu Befähigte Person prüfen zu lassen. Diese Sachkundeprüfung kann an externe Dienstleister abgegeben oder auch firmenintern durch entsprechend geschulte Mitarbeiter durchgeführt werden. Sachkundig ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz hat und mit einschlägigen Vorschriften, Regeln und Normen soweit vertraut ist, dass er deren arbeitssicheren Zustand und die sachgerechte Anwendung beurteilen kann.




Befähigte Person für die Beurteilung durch Lärm & für Lärmimmissionsmessung


Die Technischen Regeln zur Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (TRLV Lärm) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm wieder.


Sie werden vom Ausschuss für Betriebssicherheit unter Beteiligung des Ausschusses für Arbeitsmedizin ermittelt bzw. angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales nach § 24 der Betriebssicherheitsverordnung im Gemeinsamen Ministerialblatt bekannt gemacht.


Diese TRLV Lärm, Teil 1 konkretisiert im Rahmen ihres Anwendungsbereiches Anforderungen der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung. Bei Einhaltung der technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnung erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens denselben Sicherheits- und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.



Ehrenamtlicher Prüfer bei der IHK

  • für die Ausbildung zum Fachlagerist (IHK)
  • für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik und Fachlagerist (IHK)
  • für den Fortbildungsabschluss zum Logistikmeister (IHK)